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Jede Art der Fütterung ist eine Entscheidung

Die Wahl eines Fütterungssystems ist keine Produktentscheidung, sondern eine Entscheidung darüber, wie Sie das Wohlbefinden Ihres Pferdes unterstützen möchten. Viele Lösungen scheinen auf den ersten Blick vor allem praktisch zu sein, haben aber im Hintergrund einen großen Einfluss auf den Fressrhythmus und die Belastung des Verdauungssystems. Deshalb bitten wir Sie, sich zunächst etwas Zeit für diese Erklärung zu nehmen. Nicht, um ein Modell zu vergleichen, sondern um zu verstehen, welche Lösung zu Ihrer Situation passt und was das für Ihr Pferd bedeutet.

 

Das natürliche Fressverhalten des Pferdes

Pferde sind darauf ausgelegt, fast ununterbrochen kleine Mengen Raufutter zu fressen, Tag und Nacht. In der Natur grasen sie stundenlang und das Verdauungssystem wird ständig leicht belastet. In der Praxis ist Weidegang jedoch nicht immer möglich und wir müssen die Fütterung im Stall oder Paddock organisieren. Genau dort entstehen Entscheidungen, die einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden des Pferdes haben.

Was passiert bei der Fütterung großer Portionen?

Wenn Raufutter in größeren Portionen angeboten wird, kommt es zu Spitzen und Tiefpunkten im Magen-Darm-Trakt. In kurzer Zeit wird viel Nahrung aufgenommen, wobei Heu pro Bissen wesentlich konzentrierter ist als Gras. Insbesondere der Dünndarm kann diese Spitzenbelastung nur schlecht verarbeiten, sodass nicht alle Nährstoffe optimal aufgenommen werden. Ein Teil gelangt unverdaut in den Dickdarm, wo es zu Gasbildung und Koliken kommen kann. Zwischen diesen Fütterungszeiten kommt die Verdauung erneut zum Stillstand. Uneingeschränktes Füttern verhindert diesen Stillstand, führt jedoch zu einer kontinuierlichen Überlastung des Magen-Darm-Systems und bei vielen Pferden zu Übergewicht.

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Von festen Zeiten zum natürlichen Rhythmus

Lösungen, die mit kleineren Portionen zu häufigen Fütterungszeiten arbeiten, sind eine deutliche Verbesserung gegenüber der traditionellen Fütterung. Sie bringen Struktur, verhindern lange futterlose Zeiten, wenn keine Menschen anwesend sind, und begrenzen übermäßige Futteraufnahme. Der nächste Schritt ist die Annäherung an den natürlichen Fressrhythmus selbst. Durch noch häufigere Gabe sehr kleiner Mengen Raufutter verhindern Sie Fressattacken, Spitzen und den Stillstand der Verdauung. Das Magen-Darm-System wird gleichmäßig und kontinuierlich belastet, wie es das Pferd beim Fressen von Gras von Natur aus gewohnt ist.

Warum kontinuierliches Füttern eine Herausforderung ist

Diese kontinuierliche Dosierung erfordert jedoch eine grundlegend andere Technik. Anstelle von einigen wenigen Fütterungen pro Tag sind Hunderte von kleinen Bewegungen erforderlich, verteilt über Tag und Nacht. Das stellt höhere Anforderungen an Mechanik, Materialien und Zuverlässigkeit. Insbesondere bei der Aufstellung im Außenbereich müssen die Komponenten gegen Feuchtigkeit, Temperaturschwankungen und Dauerbelastung beständig sein. Lösungen für die kontinuierliche Fütterung sind daher komplexer in der Konstruktion und teurer in der Herstellung als Systeme, die nur eine begrenzte Anzahl von Fütterungen pro Tag vorsehen. Wir verstehen, dass dies nicht in jeder Situation und nicht mit jedem Budget möglich ist. Deshalb bieten wir mehrere Lösungen an, die alle besser als nichts sind, aber nicht alle gleich für das Pferd.

Die richtige Lösung

Möchten Sie einen Schritt gegenüber der traditionellen Fütterung machen, indem Sie lange futterlose Zeiten vermeiden und mit festen, vorhersehbaren Fütterungszeiten Struktur schaffen, die in viele Alltagssituationen und Umgebungen passen, auch wenn das bedeutet, dass die Fütterung weiterhin in einzelnen Portionen erfolgt?

Möchten Sie das natürliche Fressverhalten Ihres Pferdes so gut wie möglich nachahmen, wenn Weidegang keine Option ist, indem Sie die Aufnahme von Raufutter kontinuierlich und gleichmäßig gestalten, mit kleinen Mengen, Tag und Nacht, damit das Verdauungssystem stabil bleibt, ohne Spitzen und Stillstand?

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